Hinter dem Faschismus steht das Kapital…

Die linke Tageszeitung Jungle World hat kürzlich einige Artikel zum Komplex Neofaschismus /Griechenland veröffentlicht, u.a. ein Interview mit dem Publizisten Dimitris Psarras, Autor des Buches »Das Schwarze Buch der Goldenen Morgenröte«. Psarras erläutert in dem Interview das Ausmaß der Verwicklung von staatlichen Sicherheitsorganen und der Politik mit der neofaschistischen Partei Chrysi Avgi, aber auch die Unterstützung der Partei durch das Großkapital und andere Eliten Griechenlands:

Wie ich vorhin meinte, hat sich die Partei nie außerhalb des Systems bewegt, und das gilt auch für deren Finanzquellen. Bereits in den achtziger Jahren wurde sie vom großen Kapital unterstützt. Nur ein Beispiel unter vielen: 1992 fand eine Konferenz der Partei im Hotel Karavel in Athen statt, die von Ioannis Thedorkopoulos, damals einer der wichtigsten Unternehmer Griechenlands, gesponsert wurde. Da haben wir wieder den Widerspruch, den Sie bereits erwähnten: Auf der einen Seite hetzt die Partei gegen die Austeritätspolitik der Regierung, aber wenn man genauer hinschaut, stehen die Nazis an der Seite des großen Kapitals.

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