Rasisstischer Terror gegen ArbeiterInnen

Etwa 200 migrantische ArbeiterInnen demonstrierten am 17.04. für die Auszahlung ihrer Löhne, die ihnen seit mindestens sechs Monaten von dem Großgrundbesitzer vorenthalten wurden. Laut Zeit Online werden die ArbeiterInnen bei einem Tageslohn von sechs Euro ausgebeutet. Die Lohneinforderungen belaufen sich laut lokalen Medien auf insgesamt ca. 150.000 Euro.

Als Reaktion auf den Protest ließ der Plantagenbesitzer drei Vorarbeiter in die demonstrierende Menge schießen. Dabei wurden mindestens 34 ArbeiterInnen verletzt und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, fünf davon befinden sich weiterhin im kritischen Zustand. Dass es sich bei bei diesem Massaker nicht um einen Einzelfall handelt zeigen die Übergriffe aus den Vorjahren. So wurden 2009 zwei migrantische Arbeiter von Bauern schwerstens Mishandelt und auch 2012 kam es zur öffentlichen Folter an einem Arbeiter durch zwei Griechen. Die Unterstützung der rassistische Gewalt des Kapitals zieht weite Kreise bis hinein in die sogenannte Mitte der Gesellschaft – so verhaftete die Polizei mittlerweile einen Einwohner, der den Tätern Unterschlupf gewährte.

Doch auch der Staat ist involviert: Lange schon ist die Situation bekannt. Bereits 2008 kam es bei Streiks gegen die miserablen Löhne und Arbeitsbedingungen zu Übergriffen durch Polizei und Sicherheitskräften der Großgrundbesitzer. Und auch die Ausbeutung Illegalisierter ist kein Geheimnis – die Reaktion des Staates: Vier der verletzten ArbeiterInnen sollen nun abgeschoben werden.


At least 34 Bangladeshi workers ended up in the hospital after they were shot by land caretakers in the strawberry fields in Nea Manolada, Ilia. Dozens of angry foreign workers who were unpaid for at least six months had gathered demanding to be paid for their work. Instead they were shot by the business’s caretakers.

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