Solidarität mit dem Antifaschistischen Kampf in Griechenland http://antifagriechenland.blogsport.de Thu, 19 Sep 2013 22:26:20 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Aus aktuellem Anlass…. http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/09/19/aus-aktuellem-anlass/ http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/09/19/aus-aktuellem-anlass/#comments Thu, 19 Sep 2013 22:21:58 +0000 Administrator Allgemein http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/09/19/aus-aktuellem-anlass/ Der linke und antifaschistische Rapper Pavlos Fissas wurde am vergangenen Mittwoch von den Schlägern von Chrysi Avgi ermordet. Wir wollen auf diesem Wege den kämpfenden GenossInnen in Griechenland und den Angehörigen unser Beileid und unsere Solidarität ausdrücken!

Gleichzeitig wollen wir erneut darauf hinweisen, dass wir es hier nicht mit einem Einzelfall zu tun haben; dass die Gewalt der Neo-FaschistInnen, ihr Terror auf der Straße, spätestens seit dem Sommer 2012 außerordentlich bedrohliche Züge annahm. Bereits vergangenes Jahr begannen sie damit, organisiert in den Straßen zu wüten; dutzende illegalisierte und obdachlose Menschen sind seither Opfer der brutalen und hinterhältigen Übergriffe geworden, einige davon starben bereits an den Folgen. Erst mit dem Mord an Shehzdad Luqman im Januar 2013 durch 2 Neo-Faschisten schaltete sich die griechische Öffentlichkeit ein. Die Brutalität der Neo-FaschistInnen ist also keine neue Qualität. Auch Mordversuche an Linken nicht; so wurden in der Vergangenheit mehrmals anarchistische Hausprojekte und soziale Zentren mit Unterstützung von Polizeieinheiten angegriffen. Das inzwischen geräumte Skaramanga in Athen wurde mehrmals gezielt mit Molotow-Cocktails attackiert.

Fakt ist, dass der griechische Staat bis zu diesem Zeitpunkt das Treiben der Neo-FaschistInnen nicht nur toleriert, sondern aktiv befördert hat. Ein Großteil der Polizeieinheiten sympathisiert offen mit Chrysi Avgi, auf Demonstrationen arbeiten sie zusammen gegen linke DemonstrantInnen. Mitglieder der Partei fungierten als StreikbrecherInnen bei den (nach dem alten Militär-Junta-Gesetz!) inzwischen verbotenen Generalstreiks. Mit der rassistischen Polizeioperation ,,Xenios Zeus'‘ setzte die noch amtierende griechische Regierung (PASOK, ND; damals auch noch DIMAR) einen Plan der rechtspopulistischen bis offen faschistischen LAOS-Partei um; mehrere tausend Menschen wurden im Zuge dessen in Lager interniert; auch hier halfen die Neo-FaschistInnen von Chrysi Avgi eifrig mit. Die Herrschenden in Griechenland wissen, was sie von ihren Handlangern haben: Sie besorgen die Drecksarbeit, die man sich aufgrund seiner wackligen Stellung in der EU nicht leisten kann.

So ist auch nicht zu erwarten, dass die Partei in nächster Zeit verboten wird; daran besteht bei einem Großteil der Herrschenden schlicht kein Interesse. Chrysi Avgi lenkt mit ihrer sozialen Demagogie den vorhandenen Alltagsrassismus und die Empörung über die aufoktroierten Sparmaßnahmen gegen jene, die ohnehin am schwersten von der Krise betroffen sind und erweist sich damit als schlagkräftigste VerteidigerIn des Bestehenden. Der Ruf nach dem Rechtsstaat, wie ihn die PASOK betreibt, ist vor diesem Hintergrund ein schlechter Scherz; dieser schafft sich bekanntlich immer dann zugunsten autoritärer und faschistischer Herrschaft ab, wenn es ein nicht unerhebliches Potenzial zum Sturz der herrschenden Ordnung gibt.

In diesem Sinne:
Den Antifaschistischen Selbstschutz organisieren!
Solidarität mit dem antifaschistischen Kampf in Griechenland!

Mehr Infos und Newswires bei den GenossInnen von
-> ContraInfo
-> Occupied London

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Ein paar letzte Worte… http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/07/29/ein-paar-letzte-worte/ http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/07/29/ein-paar-letzte-worte/#comments Mon, 29 Jul 2013 05:57:09 +0000 Administrator Allgemein http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/07/29/ein-paar-letzte-worte/ Vergangenes Wochenende haben wir in München unsere letzte Veranstaltung gehabt und werden das Projekt nun zu seinem (vorläufigen) Ende kommen lassen. Rückblickend waren wir sehr überrascht, auf wieviel Interesse das Thema bundesweit sties. Die Veranstaltungen waren überwiegend gut besucht, die Diskussionen konstruktiv, die Nachfragen interessiert. Wir können festhalten, dass es vielen Menschen nach wie vor ein Bedürfnis ist, über internationale antifaschistische Themen ins Gespräch zu kommen und wir hoffen, einen Beitrag dazu geleistet zu haben, dass antifaschistischer Internationalismus, gerade aber auch Ideen zur konkreten internationalen Solidarität mit den GenossInnen in Griechenland, im Gespräch sind.

Dank der Unterstützung durch die Gruppen konnten wir darüber hinaus, neben der symbolischen Solidarität durch den Vortrag, genug Geld sammeln, um den GenossInnen in Griechenland etwas zukommen zu lassen. Wir gedenken, das Geld der Anti-Repressionsarbeit der inhaftierten und gefolterten GenossInnen der antifaschistischen Motorrad-Demonstration/Athen vergangenes Jahr zukommen zu lassen. Vielen Dank auch hierfür an alle Gruppen, die es uns ermöglicht haben, den Vortrag in ihren Städten zu halten!

Für Nachfragen und Anfragen stehen wir natürlich weiterhin zur Verfügung.

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Antifa Griechenland

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Der Kampf geht weiter II…. http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/06/24/der-kampf-geht-weiter-ii/ http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/06/24/der-kampf-geht-weiter-ii/#comments Mon, 24 Jun 2013 22:24:22 +0000 Administrator Allgemein http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/06/24/der-kampf-geht-weiter-ii/ Ein kleiner Überblick über Antifa Aktivitäten in den vergangenen Wochen:

Athen 07.06.
In Plateia Kaniggos, im Stadtzentrum von Athen, wurde eine Demonstration von der Antifa-Versammlung Autonome Antifa durchgeführt. Die Demonstration richtete sich gegen die Auffanglager, in die illegalisierte Menschen landesweit durch die Polizeioperation Xenios Zeus interniert wurden. Bilder von der Demonstration finden sich hier. Außerdem wurde die Demonstration auf Video aufgezeichnet:



Athen 18.06.

Die Neo-Faschisten von Chysi Avgi riefen zu einer Motorraddemo in den Vororten von Athen auf. Es fanden sich 30 der Neo-Faschisten auf 20 Motorrädern ein, die von 4 Bullen der Delta Einheiten beschützt wurde. Die Demonstration wurde von AntifaschistInnen bemerkt und unverzüglich angegriffen. Es kam zu Auseinandersetzungen mit den Neo-Faschisten und den Bullen; 5 der Neo-Faschisten kamen ins Krankenhaus, der Rest musste sichtbar lediert abziehen. Die GenossInnen konnten dem Zugriff der Bullen entfliehen. Später am Tag nahmen die Bullen noch kurzzeitig 7 Personen aus dem Viertel fest, mussten sie aber aus Mangel an Beweisen wieder laufen lassen.

Athen 20.06.
Erneut wurde eine antifaschistische Motorraddemo von den GenossInnen der Antifaschistischen Front durchgeführt. Rund 250 Motorräder zogen durch die Viertel Athens, bejubelt von AnwohnerInnen. Ein Video der Aktion findet sich hier:

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,,Don‘t mess with black people!'‘ http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/05/30/dont-mess-with-black-people/ http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/05/30/dont-mess-with-black-people/#comments Thu, 30 May 2013 09:09:34 +0000 Administrator Allgemein http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/05/30/dont-mess-with-black-people/ Kürzlich ist bekannt geworden, dass sich eine Gruppe von rassistischer Gewalt betroffener ImmigrantInnen unter dem Label ,,Black Panthers'‘ zu einer Selbsthilfe- und Schutzgruppe zusammengeschlossen haben. Die Gruppe patroliert ein besonders von rassistischen Übergriffen betroffenes Viertel und dokumentiert die Aktivitäten neo-faschistischer Gruppen und Einzelpersonen. In folgendem Beitrag kommt ein Mitglied der Gruppe zu Wort und schildert seine Erfahrungen im Kampf gegen die Neo-FaschistInnen:

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Geld oder Leben… http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/29/geld-oder-leben/ http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/29/geld-oder-leben/#comments Mon, 29 Apr 2013 08:47:26 +0000 Administrator Allgemein http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/29/geld-oder-leben/ Wir dokumentieren nachfolgen den Artikel Die Ära der Postdemokratie aus der Jungen Welt (jW): Der Artikel skizziert am Beispiel Zyperns und Griechenlands, wie nationale, formal demokratische Institutionen zunehmend zugunsten einer technokratischen und autoritären Troika an Bedeutung verlieren. Gleichzeitig schüren die Regierungen der betroffenen Länder Rassismus und Nationalismus bei gleichzeitigem Abbau von sozialen Rechten und zunehmender Repression,um ihre jeweilige Bevölkerung bei der Stange halten:

Griechenland, die »erste Kolonie der Euro-Zone«.Seit spätestens 2009 hat das griechische Parlament ein Budgetrecht höchstens noch in dem Sinne, in dem man während eines Raubüberfalls die Freiheit hat, zwischen Geld und Leben zu wählen. Das Geschäft funktioniert, seit Hellas sich keine Mittel mehr auf den Finanzmärkten besorgen konnte, folgendermaßen: Im Austausch für Kredite der anderen Euro-Länder muß Athen Austeritätsmaßnahmen durchsetzen, die in ihrer zerstörerischen Tragweite nahezu präzedenzlos sind. (weiter…)

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Into the Fire: The Hidden Victims of Austerity in Greece http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/29/into-the-fire/ http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/29/into-the-fire/#comments Sun, 28 Apr 2013 23:47:05 +0000 Administrator Allgemein http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/29/into-the-fire/ Die Kurz-Dokumentation Into the Fire behandelt den rassistischen und repressiven Alltag auf Griechenlands Straßen während der Krise. Thematisiert werden neben den unmenschlichen Lebensbedingungen für illegalisierte Menschen, auch der Rassismus der griechischen Mainstream-Politik, der Neo-Faschisten von Chrysi Avgi und des Staatsapparats und deren enges Verhältnis zueinander:

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Rasisstischer Terror gegen ArbeiterInnen http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/20/rasisstischer-terror-gegen-arbeiterinnen/ http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/20/rasisstischer-terror-gegen-arbeiterinnen/#comments Sat, 20 Apr 2013 10:46:58 +0000 Administrator Allgemein http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/20/rasisstischer-terror-gegen-arbeiterinnen/ Etwa 200 migrantische ArbeiterInnen demonstrierten am 17.04. für die Auszahlung ihrer Löhne, die ihnen seit mindestens sechs Monaten von dem Großgrundbesitzer vorenthalten wurden. Laut Zeit Online werden die ArbeiterInnen bei einem Tageslohn von sechs Euro ausgebeutet. Die Lohneinforderungen belaufen sich laut lokalen Medien auf insgesamt ca. 150.000 Euro.

Als Reaktion auf den Protest ließ der Plantagenbesitzer drei Vorarbeiter in die demonstrierende Menge schießen. Dabei wurden mindestens 34 ArbeiterInnen verletzt und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, fünf davon befinden sich weiterhin im kritischen Zustand. Dass es sich bei bei diesem Massaker nicht um einen Einzelfall handelt zeigen die Übergriffe aus den Vorjahren. So wurden 2009 zwei migrantische Arbeiter von Bauern schwerstens Mishandelt und auch 2012 kam es zur öffentlichen Folter an einem Arbeiter durch zwei Griechen. Die Unterstützung der rassistische Gewalt des Kapitals zieht weite Kreise bis hinein in die sogenannte Mitte der Gesellschaft – so verhaftete die Polizei mittlerweile einen Einwohner, der den Tätern Unterschlupf gewährte.

Doch auch der Staat ist involviert: Lange schon ist die Situation bekannt. Bereits 2008 kam es bei Streiks gegen die miserablen Löhne und Arbeitsbedingungen zu Übergriffen durch Polizei und Sicherheitskräften der Großgrundbesitzer. Und auch die Ausbeutung Illegalisierter ist kein Geheimnis – die Reaktion des Staates: Vier der verletzten ArbeiterInnen sollen nun abgeschoben werden.


At least 34 Bangladeshi workers ended up in the hospital after they were shot by land caretakers in the strawberry fields in Nea Manolada, Ilia. Dozens of angry foreign workers who were unpaid for at least six months had gathered demanding to be paid for their work. Instead they were shot by the business’s caretakers.

Mehr dazu findet ihr hier, hier, hier und hier.

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Staatliche Anti-Antifa: Der Shutdown von Indymedia Athen http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/20/staatliche-anti-antifa-der-shutdown-von-indymedia-athen/ http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/20/staatliche-anti-antifa-der-shutdown-von-indymedia-athen/#comments Sat, 20 Apr 2013 10:39:38 +0000 Administrator Allgemein http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/20/staatliche-anti-antifa-der-shutdown-von-indymedia-athen/

Nachdem der griechische Staat in den vergangenen Monaten mehrere soziale Zentren der antiautoritären Bewegung angegriffen und geräumt hat, geht der Staat nun repressiver gegen die Kommunikationsnetzwerke vor: Zuletzt wurde am 11.04. nicht nur Indymedia Athen, eines der wichtigsten Kommunikationsnetzwerke der antiautoritären aber auch der Antifa-Bewegung, sondern auch die widerständigen Sender Radio 98FM und Radio Entasi abgeschaltet. Neben der offenen und aggressiven Kumpanei von Staat und Neo-Faschisten transformiert sich der neoliberale griechische Staat zunehmend autoritär: Der Ausbau des Repressionsapperats, z.B. durch Einsatz privater Sicherheitsfirmen (Blackwater), und die brachiale Kürzungspolitik, die de facto jetzt bereits die sozialen Rechte der Menschen untergräbt, gehen einher mit einer Offensive gegen Grund- und Menschenrechte zahlreicher Menschengruppen (ImmigrantInnen, Junkies und andere Menschen am unteren Rand der Gesellschaft).

Angesichts der Tatsache, dass Teile des griechischen Staates offen mit den Neo-Faschisten von Chrysi Avgi gegen Linke, Antiautoritäre und ImmigrantInnen zusammenarbeiten, der andere Teil des Staates zunehmend offen rassistisch (Xenios Zeus) und autoritär gegen die Menschen im Land vorgeht und antifaschistische Praxis kriminalisiert, kann hier klar von einer weiteren staatlichen Anti-Antifa-Aktion gesprochen werden. Währenddessen können sich die Neo-Faschisten von Chysi Avgi in den Massenmedien mit ihrer menschenverachtenden Agenda präsentieren, öffentlich gewalttätige Übergriffe mit vernachlässigbaren strafrechtlichen Konsequenzen verüben und ihre (paramilitärischen) Organisationsstrukturen weiter ausbauen. Der griechische Staat ist weit entfernt davon gegen die Neo-Faschisten vorzugehen; er weiß, was er in einer sich zuspitzenden Krise von ihnen hat.

Doch es regt sich auch gegen diesen Versuch, dissidente Politik zu kriminalisieren, Widerstand: Nach einer Versammlung am 13.04. vereinbarten die betroffenen Kollektive, zu einer Aktionswoche zwischen 15. und 21.04. aufzurufen. Seit dem 15.04. liefen mehrere Solidaritäts-Aktionen, unter anderem wurden Gebäude der polytechnischen Universität besetzt und die Sender nahmen ihre Aktivität wieder auf. Der Staat reagierte daraufhin mit der Abschaltung des gesamten Internets an der Universität. Inzwischen ist Indymedia Athen mit einer provisorischen Seite wieder online.

Weitere Infos und Newsticker zur Aktionswoche finden sich auf:

- Occupied London (Englisch)

- Eagainst.com (Englisch)

- ContraInfo (Deutsch)

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Der Kampf geht weiter… http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/12/der-kampf-geht-weiter/ http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/12/der-kampf-geht-weiter/#comments Fri, 12 Apr 2013 21:01:27 +0000 Administrator Allgemein http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/12/der-kampf-geht-weiter/ Nachfolgend ein kleiner Überblick über einige antifaschistische Aktionen in der letzten Woche:

Chania 02.04.
Die örtlichen Faschisten von Chysi Avgi tätigten, nachdem sie sich in einem Cafe betrunken hatten, einen gewalttätigen Übergriff auf zwei ImmigrantInnen in den Straßen und zogen marodierend in Richtung Hafen. Dort stießen sie mit einer Gruppe AnarchistInnen zusammen. Im Handgemenge flog der lokale Spitzenkandidat von Chysi Avgi Stelios Vlamakis in den Hafen, zwei seiner Mitstreiter kamen ins Krankenhaus. Die GenossInnen konnten noch vor Eintreffen der Polizei entkommen.

Athen 06.04.
In Patisia, einem Viertel mit hohem Migrationsanteil in Athen, hat eine lokale Antifa-Gruppe zu einer antifaschistischen Demonstration aufgerufen. Insgesamt gingen laut VeranstalterInnen 1000 Menschen auf die Straße.

Zakynthos 06.04.
Ein Chrysi Avgi Parlamentarier besuchte eine lokale Sektion der neofaschistischen Partei auf der Insel Zykanthos, um einer Verteilaktion von Waren ,,nur für Griechen'‘ beizuwohnen. Örtliche AntifaschistInnen organisierten eine Gegenkundgebung in deren Verlauf es zu Ausschreitungen zwischen Neo-Faschisten und Polizei einerseits und AntifaschistInnen andererseits kam; es wurden 3 GenossInnen verletzt. Ein Video zur Gegendemonstration findet sich hier.

Xanthi 06.04.
In Xanthi, einer Kleinstadt in Nordgriechenland, riefen antifaschistische Netzwerke zu einer Demonstration auf, an der sich 2500 Menschen, darunter viele SchülerInnen und ArbeiterInnen, beteiligten. Anlass war ein gewalttätiger Übergriff auf ein Mitglied der örtlichen muslimischen Gemeinde durch die faschistischen Schläger von Chrysi Avgi. Ein Video zur Demonstration findet sich hier.

Athen 06.04.
Im Stadtteil Drapetsona organisierten AntifaschistInnen eine Demonstration gegen eine Polizeiwache, in der es in der Vergangenheit immer wieder zu Folterungen gekommen war. Bilder finden sich hier.

Thasos 07.04.
Auf der Insel Thasos versuchte Chrysi Avgi eine weitere Verteilaktion von Waren ,,nur für Griechen'‘ durchzuführen. AntifaschistInnen kündigten Gegenproteste an. Die Faschisten tauchten daraufhin nicht auf. Die aktion fand trotzdem statt. Ein Video gibt es hier.

Amygdaleza 08.04.
Am Montag sind 2000 ImmigrantInnen, die im Internierungslager Amygdalezas gefangen sind, in den Hungerstreik getreten. Am darauffolgenden Tag verschafften Aufstandsbekämpfungseinheiten der Polizei gewaltsam Zutritt in das Lager, deckten es mit Tränengas ein und verprügelten die streikenden Menschen. 47 Menschen aus Afghanistan wurden verhaftet und in reguläre Gefängnisse gebracht.

Patras 08.04.
Vor einer Kneipe kam es zu gewalttätigen Übergriffen mit Einsatz von Steinen und Stöcken von Anhängern Chrysi Avgis gegenüber AntifaschistInnen. Die GenossInnen zogen sich in das örtliche Squat Maragopoulio zurück. Die Faschisten versuchten daraufhin einzudringen und bewarfen die GenossInnen mit Gegenständen. In der Zwischenzeit rückte die Polizei an, die jedoch, wenig überraschend, den Faschisten Schutz und Rückzugsmöglichkeiten bot. Parallel dazu kam es zu zwei Spontandemonstrationen von ca. 200 GenossInnen, so dass sich die Faschisten und Polizeieinheiten nach mehreren Stunden Belagerung zurückziehen mussten. Videos zu der Situation finden sich hier und hier

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Für die soziale Revolte! http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/08/fuer-die-soziale-revolte-demo-am-27-04/ http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/08/fuer-die-soziale-revolte-demo-am-27-04/#comments Mon, 08 Apr 2013 09:56:10 +0000 Administrator Allgemein http://antifagriechenland.blogsport.de/2013/04/08/fuer-die-soziale-revolte-demo-am-27-04/
Autonome Gruppen aus Kiel und Hamburg rufen am 27.04. mit folgendem Aufruf zu einer Solidaritäts-Demonstration mit den griechischen GenossInnen auf:

Für eine herrschaftsfreie Perspektive!
Woran denken wir, wenn wir nach Griechenland blicken? Denken wir dabei an Zahlen, die ständig in den Medien kursieren, wie z.B. 49 Millionen Euro, den aktuellen Kredit, der von EU-Kommission, IWF und EZB vergeben wurde, an Schlaglichter wie Schuldenrückkauf, Steuerreform oder Spardiktat? Oder lassen wir uns von diesen Zahlenspielen und dem alleinigen Fokus auf die wirtschaftliche Situation den Blick vernebeln? Werfen wir einen Blick auf die Situation in Griechenland: Seit Anfang 2010, also dem Beginn des Spardiktats der Troika, sind die realen Löhne innerhalb eines Jahres um 31 % gesunken, die Arbeitslosenrate stieg bis März 2012 auf ca. 23 %. Zugang zu ausreichender medizinischer Versorgung haben nur zwei Drittel der Bevölkerung.
(weiter…)

Kommt vorbei, zeigt euch solidarisch!
Samstag, 27.04.2013 | Rote Flora | Hamburg | 15:00 Uhr

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